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Die Gestaltgesetze:
Leitfaden fürs Layout


Eigentlich hat der italienische Architekt Andrea Palladio für die abcd Internet-Seite das Layout gezeichnet. Er analysierte vor 400 Jahren Gestaltungselemente, die von den Bauten der alten Griechen bis hin zu den Villen der Medicis alle Stil-Epochen überlebt haben und immer wieder als harmonisch empfunden wurden. Er entwickelte daraus Gestaltgesetze, überprüfte sie auf Statik, Stabilität und Funktionalität. Heute besinnt man sich wieder auf Palladios Errungenschaften: Die Psychologie hat daraus die Gestaltlehre entwickelt. Werden die Gesetze eingehalten, so kann der Betrachter die Gestalt einfacher wahrnehmen und besser im Gedächtnis behalten:

Eine Personalanzeige soll gestaltet werden: Hat die Anzeige eine geschlossene Gestalt? Ist sie einfach und prägnant - hebt sie sich im Anzeigenumfeld hervor? Sind Blickfänger an der richtigen Stelle plaziert - rechts oben (Gesetz der Flächenprominenz)?
Ein Logo soll entworfen werden. Die Gesetze der Symmetrie, Geschlossenheit, Prägnanz, Erfahrung und des gemeinsamen Schicksals sind hier entscheidend: Spiegelt das Logo den Unternehmensgegenstand? Hat es einen hohen Wiedererkennungswert? Wiederholen sich gleiche Formen?
Eine Mitarbeiter-Zeitung soll layoutet werden: Sind die Seiten nach den Regeln des goldenen Schnitts (2/3 und 1/3) oder der Symmetrie aufgebaut? Haben Headline, Lead, Text und Bildzeilen jeweils eine eigene Schriftgrösse und einen eigenen Stil (Gesetz der Ähnlichkeit)? Sind die Regeln der Flächenprominenz berücksichtigt - rechts oben das Wichtigste, links unten das Unwichtigste?
Ein Plakat soll entwickelt werden: Hat die Überschrift eine prägnante, einfache und geschlossene Gestalt? Sind (gedachte) Linien durchgezogen? Gibt es ein gemeinsames Schicksal? Stimmt die Flächenprominenz?